5. September 2016

Kleiner Guide für arabische Gewürze



Arabische und nordafrikanische Gewürze haben alle einen tollen Namen, riechen köstlich und man weiß nicht immer was genau man mit ihnen anstellen soll. Ich stelle euch hier kurz die bekanntesten Gewürze vor und erkläre für welche Gerichte sie benutzt werden können.

Sumach

Sumach ist keine Gewürzmischung, sondern die getrockneten Früchte des Essigbaumes. Es hat einen säurlichen und herben Geschmack und wird besonders häufig in der Türkei verwendet. Es kann in vielen Gerichten für eine säuerliche, frische Note sorgen, besonders beliebt ist es für Eintöpfe, Shashouka, Reis und Bohnengerichte. Außerdem ist es Bestandteil der Gewürzmischung Zatar.

 

Zatar

Zatar kenne ich vom, meiner Meinung nach, besten Falafelladen in München, dem Sababa am Viktualienmarkt. Dort wird Zatar in großen Dosen verkauft, die man alleine nie leer bekommt. Die Mischung besteht aus Thymian, Sesam, Salz und Sumach. Sie schmeckt nicht nur in Falafeln, man kann sie auch mit Öl gemischt auf Fladenbrot streichen. Außerdem gibt sie Salaten eine tolle Note, schmeckt in Hummus, anderen Dips und Aufstrichen.


Ras el Hanout

Ras el-Hanout  heißt übersetzt "Kopf des Ladens" und ist im arabischen Raum sozusagen das, was in Indien das Curry ist. Es ist somit eine Gewürzmischung, die sich von Laden zu Laden voneinander unterscheidet. Mögliche Gewürze die in Ras el-Hanout enthalten seien können sind Muskat, Zimt, Anis, Kurkuma, Piment, Kardamom und verschiedene Blüten. Da jede Mischung voneinander abweicht, kann man nicht genau sagen, für welche Gerichte sie verwendet werden kann. Allgemein lässt sich sagen, dass sich Ras el-Hanout für Couscous, Tajinegerichte und Eintöpfe eignet.


Harissa

Harissa ist keine Gewürzmischung, sondern eine scharf-würzige Paste, die traditionell aus getrockneten Chillis, Koriander, Kreuzkümmel, Salz und Olivenöl hergestellt wird. Sie wird in Dosen und Tuben verkauft, man kann sie aber auch im Mörser oder Mixer selbst herstellen. In Tunesien und Marroko wird Harissa für fast alle Gerichte und sogar als Brotaufstrich verwendet. Man kann sie eigentlich universell in allen Rezepten verwenden, die Würze und Schärfe brauchen. Ich benutze sie gerne in Eintöpfen, für Couscous und Hülsenfrüchte. Da ich den Geschmack von Harissa so gerne mag, nutze ich die Paste auch für Currys und andere asiatische Gerichte.


Diese vier Gewürzmischungen sind diejenigen die ich aus dem arabischen Raum kenne und benutze. Auf dem Markt findet man noch viele weitere Gewürzmischungen, zum Beispiel für bestimmte Gerichte oder spezifisch für ein einzelnes Land. Mit den vier kommt man aber schon recht weit ohne den Gewürzschrank zu voll stellen zu müssen.

Auch wenn es unzählige Gerichte gibt, in denen die Gewürze verwendet werden, hier eine kleine Auswahl an Rezepten von meinem Blog:
Süßkartoffelfalafafel mit Kräuterhummus, Ofengemüse mit Feta-Orangen-Topping, Belugalinseneintopf mit Honigtomaten, Gebackene Bohnen mit Knusperbröseln, Salat mit gerösteter Süßkartoffel und Tahinisoße.

Viel Spaß beim Durchprobieren und Experimentieren!




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